FEUERMAURERKEHRER.
Vom Wandergesellen zum Glücksbringer

Das Bild des Schornsteinfegers ist fest in unserem kollektiven Gedächtnis verankert. Er zählt zu den kulturhistorisch markantesten Symbolfiguren. Die zu ihnen und ihrem Handwerk gehörige Farbe ist Schwarz. Schwarz wie der Ruß, den sie aus den Schornsteinen kratzen und so seit Jahrhunderten für Feuersicherheit in Stadt und Land sorgen.
Die Geschichte ihres Handwerks ist daher eng verwoben mit der technikhistorischen Entwicklung der Feuerstätten.
Nicht nur die auffallende Silhouette der Feuermauerkehrer regten beispielsweise namhafte Kupferstecher des 18. und Künstler des 20. Jahrhunderts an, sich den Schornsteinfeger als Motiv zu wählen, unter ihnen Martin Engelbrecht, Alice Lex-Nerlinger und Max Beckmann. Ebenso beeindruckten sie renommierte Fotografen des 20. Jahrhunderts, allen voran Willy Römer, Friedrich Seidenstücker und Roger Melis, die v.a. den Arbeitsalltag der Schornsteinfeger mit ihrer Kamera festhielten.
Das Ansehen und die Erscheinung der Schwarzen Männer lösen heutzutage einen ganzen Strauß an Assoziationen aus: mit Schwein, Kleeblatt und Neujahrsbotschaften ausgerüstet, gelten sie allerorts als Glücksbringer par excellence.
Das Themenjahr von Kulturland Brandenburg „Handwerk. Zwischen gestern und übermorgen“ beleuchtet ihre Geschichte v.a. im Berlin-Brandenburger Raum und lädt Sie herzlich ein, auch ein Stück des Glücks zu erhaschen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Programm-Flyer.

Historie bisheriger Sonderausstellungen [PDF]
Velten.Kleinamerika
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HB zum 108. Geburtstag

 

Schornsteinfeger_Fotoarchiv des Ofen- und Keramikmuseums